Die Poesie des Vergänglichen

 


Andy Goldsworthy, 1956 in England geboren, legt nur Hand an, um die Natur auf seine Weise harmonisch zu komponieren. Seine Kunstwerke sind stets Unikate, die auch die Natur wieder mit sich nimmt. Keine Spuren, die nicht wieder verwischt werden. Wandlung ist das große Gesetz - und nur eine Fotografie zeugt von der Existenz seiner Werke. In der Vergänglichkeit liegt die Essenz seiner Werke, mit denen er den Betrachter verzaubert. Er nimmt für seine Artefakte nur das, was er vor Ort findet, um es im Spiel mit den natürlichen Kräften wieder an die Erde zurück zu geben. Ein stiller Star der Landart-Kunst, der es mit wenigen Ausstellungen zu internationalem Ruhm gebracht hat. Die Dokumentation seiner Werke in "Rivers and Tides" erhielt 2001 den Deutschen Kamerapreis (Regie: Thomas Riedelsheimer, Musik: Fred Frith). Ein sehr lesenswerter Artikel mit Bilder einiger seiner Werke ist unter http://www.hoehnepresse-media.de/rat/pdf/ph_rivers-tides.pdf zu finden.

 

 

„Ich möchte diesen Zustand ver-

stehen, diese Energie, die ich in mir

habe, die ich ebenso in den Pflanzen

und in der Landschaft spüre. Diese

Energie, das Leben, das durch die

Landschaft strömt. Es ist dieses

nicht Greifbare, das da ist und dann

wieder verschwunden. Wachstum.

Zeit. Veränderung. Die Vorstellung

des Fließens in der Natur.“

 

„Zwei große Einflüsse auf meine

Arbeit sind das Meer und der Fluss,

beides Wasser. Man sollte meinen,

Zeit würde eher zu den Gezeiten

passen, Zeit und Gezeiten, dieses

tägliche Auf und Ab ... Aber ich

glaube, dass vieles über die Zeit

vom Fluss gelernt werden kann.

(Andy Goldsworthy,

Zitate aus

Rivers and Tides)

 

Mehr von seinen Werken sind unter http://www.morning-earth.org/ARTISTNATURALISTS/AN_Goldsworthy.html zu sehen.

 

(Aus urheberrechtlichen Gründen stelle ich hier keine seiner Bilder ein und bitte darum, den Verlinkungen zu folgen)